Turnverein 1858 Kaufbeuren e.V. Abteilung Volleyball
Zahlen und Fakten
folgt.
Abteilungsleiter
| 1961 bis 1965 | Hans Kapfer |
| 1966 | Hermann Schade |
| 1967 bis 1975 | Hans-Michael Schiffmann |
| 1975 bis 1978 | Manfred Dieser |
| 1978 bis 1979 | Hellmuth Benesch |
| 1980 bis 1985 | Hans-Michael Schiffmann |
| 1986 | Walter Rinder |
| 1987 | Matthias Zaffke |
| 1987 bis 1995 | Hans-Michael Schiffmann |
| 1996 bis 2005 | Birgit Walther |
| 2006 bis 2007 | Christiane Nieberle |
| 2008 bis 2011 | Michael Steber |
| seit 2011 | Daniela Pietropaolo |
Geschichtliches
Wer heute Volleyball selbst spielt oder einem spannenden Spiel zuschaut, wird diesen Sport nicht ohne weiteres mit dem traditionsreichen Begriff “Turnen” in Verbindung bringen. Und doch wurde Volleyball als diese – 1895 in den USA entwickelte – Sportart Mitte der 50er Jahre auch in Deutschland Fuß fasste, den “Turnspielen” zugeordnet: Noch bis 1975 waren die bayerischen Volleyballvereine im Bayerischen Turnspielverband zusammengeschlossen, in dem, neben Ringtennis, die Spiele Faustball, Korbball, Prellball und eben auch Volleyball organisiert waren. Zu dieser allgemeinen Lage – Volleyball als Bereich des “Turnens” – kam noch eine Kaufbeurer Besonderheit: In der Turnhalle an der Prinzregentenstraße, die ja nicht nur dem TV Kaufbeuren, sondern vorrangig der Staatlichen Oberschule mit Gymnasium bis 1957/58 als einzige Schulturnhalle zur Verfügung stand, konnte aus Platzgründen nur Volleyball gespielt werden. So wurde Volleyball schon in den frühen 50er Jahren ein beliebter Kaufbeurer Sport und auch außerhalb der Schule, vor allem im Stadtbad “wild” gespielt. (Natürlich auf einem gesandeten Hartplatz; an Beach-Volleyball und aufwändig präparierte Felder war damals nicht zu denken.) Da danach außerdem auch beim TV Kaufbeuren, innerhalb der Abteilung Turnen-Gymnastik, zur Auflockerung öfters Volleyball betrieben wurde, war es nur folgerichtig, dass unter der Leitung des dafür Verantwortlichen, Hans Kapfer, die verschiedenen Volleyball-Gruppen der Stadt ab 1959 innerhalb des TV Kaufbeuren zusammengeführt und 1961 formell eine Volleyballabteilung gegründet wurde.
Die Volleyballer des TV Kaufbeuren gehörten dann zu den ersten, die im allgäuer und schwäbischen Raum diesen Sport wettkampfmäßig betrieben und sie haben, das kann ohne Übertreibung gesagt werden, in den folgenden Jahren Kaufbeuren zu einer der Hochburgen des Volleyballs in Bayern entwickelt: Nach Erfolgen in vielen “freien” Turnieren, 1963 an der Spitze in Schwaben, 1964 Meister der südbayerischen Liga, wurde der TV Kaufbeuren im Jahr 1966 Dritter der Bayernliga (und damit der Bayerischen Meisterschaft) was seinen bisher größten Erfolg darstellt.
In den folgenden Jahren waren die Platzierungen nicht mehr so gut, die Ligazugehörigkeit wechselte; hervorgehoben werden kann jedoch zunächst noch die Allgäuer Kreismeisterschaft 1975, die mit vielen Spielern der “ersten Stunde” errungen wurde. Später wurde mehr auf den Breitensport Wert gelegt, der TV Kaufbeuren spielte mit zwei Herrenmannschaften in verschiedenen allgäuer und schwäbischen Ligen. Außerdem wurde 1982 eine Damenmannschaft gegründet, die bereits bei ihrer ersten Teilnahme an der Punktspielrunde 1982/83 den ersten Platz in der Kreisliga Allgäu und damit den Aufstieg in die Bezirksklasse Schwaben erreichen konnte. Wenige Jahre später belegte die Herrenmannschaft des TV Kaufbeuren den ersten Platz in der Bezirksklasse Schwaben Süd und konnte somit 1987 in die Bezirksliga aufsteigen, diesen erfolgreichen Weg aber in den folgenden Jahren nicht mehr fortsetzen, da sich die Mannschaft aus beruflichen Gründen auflöste.
Zum Schluss dieser nicht vollständigen sportlichen Bilanz soll aber auch noch die “Gruppe 20 – 80” erwähnt werden: Hier handelte es sich um den Zusammenschluss von (früher aktiven) Senioren mit einigen der Söhne zu einer “Wettkampftruppe”, die anfangs der 90er Jahre auf Initiative des Abteilungsleiters Hans-Michael Schiffmann zustande kam und von ihm – bezogen auf die mannschaftsinternen Altersgrenzen – ihren Namen erhielt. Die “Gruppe 20 – 80”, die sich nur gelegentlich mit einem/r “freien” SpielrIn verstärkte, nahm an mehreren Turnieren teil, vor allem an den überregional bekannten “Kuhschellen-Turnier” des Landratsamtes Ostallgäu.
Bei diesem Turnier, quantitativ und qualitativ durchaus stark besetzt, konnte die “Gruppe 20 – 80” bereits bei ihrem ersten Auftreten 1994 den zweiten Platz erkämpfen und diesen Erfolg nach einem dritten Platz 1997 – bei allen weiteren Teilnahmen 1998, 1999, 2000 und 2003 wiederholen, nur zum ersten Platz hat es leider nicht gereicht. Dafür entschädigte aber der “große Sieg”, nämlich der erste Platz der “Gruppe 20 – 80” bei der Stadtolympiade 1997. Im Jahr 2004 hat sich diese Truppe, deren Mitglieder zum Teil auf eine über 40-Jährige Wettkampferfahrung zurückblicken konnten, bedingt vor allem durch die berufliche Belastung “der Söhne”, aufgelöst.
Gegenwärtig schenkt die Volleyballabteilung wieder dem Breitensport besonderes Augenmerk.

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