TVK Volleyball

Guter Volleyball am ersten Spieltag

AZ vom 29. November 1965

Zwei Siege für den TV 1858 Kaufbeuren-Nur Niederlagen für Amperland

( squ). Wenn es draußen stürmt und schneit und die Sportplätze kaum noch bespielbar sind, kommt die Zeit der Hallensportarten, unter denen das Volleyballspiel immer mehr Freunde gewinnt. So gesehen, waren die fünf begegnungen der Bayernliga am Sonntag in der Turnhalle der Beethovenschule Werbespiele für diesen schönen Sport. Um es gleich vorweg zu nehmen: es wurde gutes Volleyball geboten und durch den Einsatz des tschechischen Nationalspielers Kvrapil bei Schwaben Augsburg und durch die Mannschaft RLC (Radio Liberty Comite) hatte das Punkteturnier internationalen Anstrich.

Im ersten Spiel standen sich die Mannschaften des RLC München, mit Spielern aus Spanien, Lettland und Rußland, und des TV Kaufbeuren gegenüber. Die Kaufbeurer zeigten wenig Respekt vor der europäischen Mischung und gewannen sicher in drei Sätzen 15:7, 15:9 und 15:12. In der zweiten Begegnung des Tages traf Amperland München auf die Volleyballer von Schwaben Augsburg. Beinahe hätte es der eifrige Münchner Aufsteiger gegen die Techniker aus Augsburg geschafft. Mit 12:15, 17:15, 15:4, 15:6 setzten sich dann aber doch die Schwaben durch.

Zur Hergabe ihres ganzen technischen Könnens und ihrer vollen Kampfkraft wurden die Routiniers von Schwaben Augsburg im dritten Spiel gezwungen, als sie gegen die Kaufbeurer Volleyballer antreten mußten. Die ersten beiden Sätze gewannen die Wertachstädter leicht mit 15:12 und 15:2 und brachten damit ihren Gegner an den Rand einer Niederlage. Doch in den nächsten drei Sätzen machte sich das Fehlen von Uwe Hauptig wegen Verletzung bemerkbar und so gewannen die Augsburger noch mit 3:2. Es war das schönste Spiel des Tages, was Technik, Taktik und Klasse anbelangt. Von beiden Mannschaften waren akrobatische Glanzleistungen zu sehen, die von Freund und Gegner beklatscht wurden. Danach besiegten die RLC-Internationalen die Spieler von Amperland München. Es kam zu einem vollen Fünfsatzkampf, ehe sich die Isarstädter geschlagen gaben. Im letzten Treffen spielten die Kaufbeurer die Amperländer um ihren Kapitän Klaus Volkmar durch ihre Technik glatt aus. Nach drei Sätzen hieß es 15:4, 15:1, 15:2 für das Kaufbeurer Team, das spielerisch sein ganzes können zeigte.

Bezeichnet für die gute sportliche Haltung der Volleyballer ist die Aeußerung des Mannschaftsführers der Amperländer, die drei Niederlagen hinnehmen mußten: „Endlich konnten wir uns einmal wieder richtig austoben. Für mich als Vertreter ist Sport wichtiger als Sieg oder Niederlage.“




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